PA 1195a Unterlagen der GBI Sektion Nordwestschweiz aus dem Sekretariat der Gewerkschaft Unia Nordwestschweiz, 1966-2005 (Bestand)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Signatur:PA 1195a
Titel:Unterlagen der GBI Sektion Nordwestschweiz aus dem Sekretariat der Gewerkschaft Unia Nordwestschweiz
Entstehungszeitraum:1966 - 2005
Verzeichnungsstufe:Bestand
Laufmeter:8,80
 

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Link): Gewerkschaft Bau & Industrie GBI (Basel)
Bestandsgeschichte:Der Bestand gelangte im Rahmen einer mehrteiligen Ablieferung, die insgesamt drei Tranchen umfasste und von Rita Lanz vorbereitet wurde, aus dem Keller des Sekretariats der Gewerkschaft Unia Nordwestschweiz, Rebgasse 1, in das Staatsarchiv. Die Unterlagen waren nur sehr rudimentär strukturiert, offenbar war nach der Fusion zur GBI ab 1993 kein neues Ablagesystem entwickelt worden. Entsprechend gross waren die Redundanzen, hatten einzelne Sekretär/-innen doch parallele Überlieferungen zentraler Unterlagen wie Protokolle der wichtigsten Gremien hinterlassen. Vereinzelte Akten der Vorgängergewerkschaft GBH wurden ausgesondert und dem Bestand PA 981b eingegliedert, wobei grundsätzlich die Fusion von GBH und GTCP zur GBI am 1. Januar 1993 als Stichdatum diente. Ganz vereinzelt blieben GBH-Unterlagen im Bestand, wenn sich die Unterlagen nicht sachgerecht separieren liessen, weil sie Teil eines übergreifenden Dossiers waren.
Zugänge:1 - 2010/00074 Gewerkschaft Unia, Nordwestschweiz (Basel) (1941-2004)
 

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Zeitliche Streuung
Angesichts der relativ kurzen "Lebensdauer" der GBI ist die zeitlich flächendeckende Überlieferung von Unterlagen wenig erstaunlich. Sie reicht relativ gleichmässig von der Gründung im Jahre 1993 bis zum Aufgehen in der Unia 2004.

Hauptstränge und Lücken
Dicht überliefert sind die Unterlagen der zentralen Gremien (Vorstand, Geschäftsleitung, Geschäftsleitungsausschuss und Delegiertenversammlung). Sie enthalten neben den Protokollen auch zahlreiche Beilagen. Ergänzt werden sie durch Handakten einiger Funktionäre/innen (u.a. Hans Schäppi). Aus der Mitte der 1990er Jahre liegt eine umfangreiche Sammlung von Rechtsfällen vor, demgegenüber ist die Mitgliedschaft ansonsten eher schmal dokumentiert, es fehlt vor allem eine Mitgliederkartei. Ausnahme ist einzig eine Serie mit Kündigungen der Mitgliedschaft im Jahre 2003. Auch Jahresberichte sind nur vereinzelt vorhanden. Hingegen sind die Zirkulare der GBI dicht überliefert. Sie erlauben einen Blick auf das vielfältige Spektrum der gewerkschaftlichen Aktivitäten und Kommunikation.
Breiten Raum nehmen die Unterlagen zu Branchen und Vertragsbeziehungen ein. Im Zentrum steht die Arbeit der Paritätischen Berufskommissionen im Bau-, Holz-, Plattenleger-, Gipser- und Malergewerbe. Dies verweist darauf, dass der GBI-Bestand im Wesentlichen eine Fortführung der gewerkschaftlichen Tätigkeit der GBH darstellt. Die gewerkschaftliche Arbeit im Bereich der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist kaum dokumentiert, die Unterlagen zu Gesamtarbeitsvertrags- und Lohnverhandlungen befinden sich offenbar im Zentralarchiv der GBI im Schweizerischen Sozialarchiv. Damit gilt auch für die GBI-Phase, dass die Gewerkschaftsarbeit in dem für Basel so wichtigen Industriezweig weitgehend im Schweizerischen Sozialarchiv überliefert ist.

Besonderes
Von Bedeutung sind die Unterlagen der Pensionskasse für das erweiterte Baugewerbe der Region Basel und die Sozialfonds-Stiftung für das Bau- und Holzgewerbe im Kanton Basel-Stadt sowie die Arbeitslosenkasse der GBI. Einen Einblick in die gewerkschaftliche Interessenvertretung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie erlauben die Unterlagen der Ciba-Angestelltengruppe.
In den Jahren 1999 und 2000 dominierte eine Auseinandersetzung um die Auslagerung der Zentralwäscherei in eine private AG die gewerkschaftlich-politische Debatte in Basel. Diese spiegelt sich auch im GBI-Archiv wieder, obwohl dem VPOD damals der zentrale Part auf der Gewerkschaftsseite zukam. Die Auseinandersetzung gipfelte politisch im Herbst 2000 in der Abwahl der Basler SP-Regierungsrätin Veronica Schaller, einer früheren VPOD-Sekretärin, welche als Sanitätsdirektorin die Verantwortung für die Auslagerung trug.
Das Gewerkschaftshaus in Basel an der Rebgasse beherbergt heute beinahe alle Sekretariate der Einzelgewerkschaften. Hinzu kommen das Sekretariat des Basler Gewerkschaftsbundes sowie der SP- Basel-Stadt. Die Unterlagen zur "Gesellschaft Gewerkschaftshaus" umspannen die Jahre 1987 bis 2002 und belegen die Verwaltung der Liegenschaft. Sie setzen eine Überlieferung im Archiv des BGB sowie des VPOD fort.
Bewertung und Kassation:Zahlreiche Doubletten aus den handakten der Sekretäre wurden kassiert
Ordnung und Klassifikation:Die Ordnungstruktur widerspiegeltweitgehend die Ordnung der Primärablage.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Depositum
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
 

Anmerkungen:

Anmerkungen:Die Erschliessung des Bestandes erfolgte durch finanzielle Unterstützung des Ellen-Rifkin-Fonds, der. Dr H.A. Voegelin-Bienz-Stiftung für das Staatsarchiv Basel-Stadt und der Gewerkschaft Unia.
 

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Aufnahmedatum:14.02.2012
 

Deskriptoren

Einträge:  Gewerkschaft Unia (Personenbegriffe\G)
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.2035
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=923053
 
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