PA 1218 Unterlagen der Familie Alioth, 1750-1967 (Bestand)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Signatur:PA 1218
Titel:Unterlagen der Familie Alioth
Entstehungszeitraum:1750 - 1967
Verzeichnungsstufe:Bestand
Laufmeter:2,30
Archivalienart:Akte
 

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Text):Familie Alioth
Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben:Das Geschlecht der Alioth stammte ursprünglich aus Biel, wo ihre Ansässigkeit seit ca. 1600 belegt ist. Während fünf Generationen übte die Familie von ihren Wohn- und Wirkungsorten Basel (1840) und Arlesheim (seit 1854) einen grossen Einfluss auf die Schweizer Industrie aus. Als Stammvater der Familie gilt Johann Siegmund Alioth-Hornung (2.11.1788-5.5.1850), der die erste mechanische Schappespinnerei der Schweiz gründete (Schappespinnerei J.S. Alioth & Cie, später Schappe AG). Seine Söhnen und Nachfolger hiessen Julius Achilles, Daniel August, Daniel Alfred und Friedrich Sigmund.

Julius Achilles (1822-1898) übernahm nebst seinem Bruder August die Teilhaberschaft der Firma J. S. Alioth & Cie. und später die Leitung. Unter Achilles ging das Geschäft schliesslich in die Kommanditgesellschaft Chancel, Veillon, Alioth & Co. über (1873).
Daniel August Alioth-Falkner (15.11.1816-24.1.1889) war der älteste Sohn Siegmunds und mit Maria Falkner verheiratet (seit 1840). Er war Gemeinderat und erhielt 1854 vom Gemeinderat Arlesheim das Ehrenbürgerrecht. August war in der Spinnerei seines Vaters tätig und besass den militärischen Grad eines Obersten. Daniel Alfred Alioth (1850-1913) war Anwalt und gehörte dem Appellationsgericht an. Friedrich Sigmund Alioth-Legrand (1819-1878) wiederum war Arzt und Botaniker.

Ludwig Rudolf Alioth-von Speyr (5.5.1848-1.7.1916) war der Sohn von Daniel August. Seit 1873 war er mit Bertha von Speyr (1855-1922) verheiratet. Zuerst nahm Ludwig Rudolf die Stellung als technischer Leiter und Teilhaber der Schappespinnerei ein. Seit 1881 ging er jedoch eigenen Projekten nach und gründete mit Emil Bürgin zunächst in Basel und später in Münchenstein ein elektrisches Fabrikationsgeschäft (später Elektrizitätsgesellschaft Alioth), womit er zum Pionier auf dem Gebiet der Elektrotechnik wurde. Für seine grossen Verdienste im Bereich der elektrischen Bahnen erhielt er von der Universität Lausanne den Ehrendoktortitel (1903). Trotz seiner grossen Leistungen wurde die Firma jedoch sechs Jahre vor seinem Tod aus finanziellen Gründen von der Firma Brown, Boveri & Cie AG übernommen.

Marguerite Alioth (1874-1962) war die Tochter von Ludwig Rudolf Alioth-von Speyr. Sie war Komponistin und Pianistin. Ausserdem war sie die Schülerin von Alfred Volkland, Hans Huber und Hermann Suter. Von 1917-1924 leitete Marguerite Alioth, die niemals geheiratet hat, das von ihrem Vater gegründete Orchester des Orchestervereins Arlesheim (1913).

Über die ebenfalls aufgeführten Personen Daniel Alfred Alioth, Daniel La Roche, Achilles Bischoff oder Elisabeth Nübling lagen zum Zeitpnkt der Erschliessung 2013 keine Informationen vor.
Zugänge:1 - 2006/00064 Flury Hannes-Dirk (Basel) (1750-1967)
2 - 1998/00040 Preiswerk-Staehelin Beatrice (Riehen) (1774-1967)
Bestandsgeschichte:Zugang (1): Das Aktenmaterial wurde von Herr Hannes-Dirk Flury im Jahre 2006 dem Staatsarchiv überlassen. Es stammte aus dem Nachlass von Daniel Alioth (1934-?).

Zugang (2): Die Unterlagen wurden von Frau Beatrice Preiswerk-Staehlin abgeliefert und als Zugang (2) erfasst. Sie stammten aus dem Nachlass ihres Ehemannes Dr. med. Dietrich Preiswerk-Staehelin (1921-1997), dessen Mutter Jenny (1881-1935) eine geborene Alioth bzw. die Tochter von Rudolf und Bertha Alioth-von Speyr war.
 

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Zugang (1) enthält diverse Briefe, Tagebücher, Reisebeschreibungen, Notizbücher, Urkunden und Bildmaterial der Familie Alioth. Da es sich bei dem Bestand grösstenteils um unsortiertes und unbeschriftetes Material handelte, war eine Herkunftsbestimmung oftmals nicht möglich. Besonders hervorgehoben seien jedoch die Reiseberichte von August Alioth (u.a. Schweiz, Italien und Frankreich, siehe unter Signatur B 2-2), die zahlreichen persönlichen Briefe an Alfred Alioth (siehe unter Signatur C 2-2) sowie die zahlreichen Fotografien und Bilder von Familienangehörigen (siehe unter Signatur A 1-3) .

Zugang (2) enthält ebenfalls im Wesentlichen unsortiertes bzw. unterschiedliches Akten- und Bildmaterial des Familienzweigs Alioth-von Speyr. Hier besonders hervorzuheben sind die zeitlich lückenlosen Tagebücher von Rudolf Alioth-von Speyr, die u.a. eine Reise in die USA (1872) dokumentieren und diverse Skizzen über die Grundrisse von Schiffsräumlichkeiten sowie Detailzeichnungen von Motorenteilen enthalten (siehe unter Signatur E 2-2). Des Weiteren zu nennen ist das umfangreiche Recherchematerial (u.a. auch Deszendenztafeln) zum Stammbaum der Familie und ihrer Verwandschaft (siehe unter Signatur A 2-3 und F 2-3).
Bewertung und Kassation:Es wurden keine Kassationen vorgenommen.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Eigentum des Staatsarchivs Basel-Stadt.
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
Copyright/Reproduktionsbestimmungen:Die Veröffentlichung von Bildmaterial aus dem Staatsarchiv unterliegt besonderen Bestimmungen, das heisst bedarf in jedem Fall einer Genehmigung und kann gebührenpflichtig sein. Es gilt das Reglement betreffend Nutzung und Veröffentlichung von reproduziertem Bildmaterial aus dem Staatsarchiv Basel-Stadt (Bildnutzungsreglement).
 

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Summarisch
Aufnahmedatum:21.03.2013
 

Deskriptoren

Einträge:  Alioth (Familie) (Personenbegriffe\A)
 

Behältnisse

Anzahl:2
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:siehe auch:
PA 446 Nachlass Max Alioth-Graber (1883-1968) Architekt, 1893-1955 (Bestand)
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.1997
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=1033783
 
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