PA 412a Historisches Zentralarchiv des Schweizerischen Zofingervereins, 1818-2019 (Bestand)

Archive plan context


Identifikation:

Signatur:PA 412a
Titel:Historisches Zentralarchiv des Schweizerischen Zofingervereins
Entstehungszeitraum:1818 - 2019
Verzeichnungsstufe:Bestand
Laufmeter:29.00

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Link): Zofingerverein, Schweizerischer ()
Bestandsgeschichte:Der Zofingerverein bewahrte von Anfang an wichtigere Dokumente wie Statuten, Protokolle, Briefe. Das Vorortssystem beim Centralausschuss hatte ein wanderndes Archiv zur Folge. Von 1885 an wurden die älteren Archivalien in Zofingen im Turm der Stadtkirche deponiert, bis 1925 die Hinterlegung auf dem Staatsarchiv Basel-Stadt erfolgte. Über den Zustand des Archivs bis dahin sind wir schlecht informiert, immerhin durch ein 1917 angelegtes Verzeichnis (siehe A 8-1).

In Basel ordnete der damalige Adjunkt und spätere Staatsarchivar Paul Roth die Zofinger Archivalien nach dem geltenden gemässigten Pertinenzprinzip. Das 1929 gedruckte "Repertorium Zentral-Archiv der Zofingia im Staatsarchiv Basel" lässt den Archivplan erkennen. Aktenbildner im Gesamtverein der Aktiven ist in erster Linie der Centralausschuss, der auch als Kanzlei der Generalversammlung fungiert. Seine Bücher und Akten wurden teilweise als Serien belassen, teilweise nach Sachbereich bzw. Inhalt aufgeteilt. Daneben liefern Kommissionen und Beauftragte (permanent oder ad hoc) Unterlagen ab, so die Katalogkommission (B 4-4) oder der Centralarchivar (A 8). Es wurden aber längst nicht nur Belegstücke zentraler Publikationen ins Archiv gelegt.

Einzelne Mitglieder mit privaten Erinnerungsstücken haben im Centralarchiv ebenso wenig Platz wie die Sektionen, die eigene Archive zu führen haben. Im Sinne einer Strukturbereinigung nach Provenienz sind von 2002 bis 2004 von Dr. Werner Kundert, Centralarchivar ad interim, nach Möglichkeit Sektionsarchivalien ausgeschieden und an die Sektionsarchive extradiert worden. Ebenso wurden das 1935 inkorporierte Basler Sektionsarchiv (bisher E 7) vom Bestand getrennt und die Vermengungen mit dem AZ-Centralarchiv (PA 515) korrigiert.

Der nun vorliegende Archivplan wurde im April 2004 fertig gestellt. Es ersetzt denjenigen aus dem Jahre 1947. Da sich der historisch gewachsene Archivplan nur schlecht für die Aufnahme von weiteren Unterlagen eignet, wurde er per April 2004 geschlossen.
Die Zugänge zum Bestand erfolgten organisch, d.h. die einzelnen Funktionsträger sind angehalten, ihre Unterlagen laufend dem Centralarchivar zuzustellen. Die Zuordnung zu einzelnen Positionen wird von diesem in eigener Regie vorgenommen; das Staatsarchiv Basel-Stadt steht nur beratend zur Seite. Bis in die jüngste Vergangenheit wurde nur ungenügend Buch über die einzelnen Zulieferungen geführt. Eine Aufzählung der einschlägigen Ablieferungen wäre zwangsläufig unvollständig gewesen, weshalb auf eine solche gänzlich verzichtet wurde.

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Der vorliegende Archivplan wurde im April 2004 von Dr. Werner Kundert, Centralarchivar ad interim, fertig gestellt. Er entspricht in seinem Wesen demjenigen von 1929, neu geschrieben 1947, berücksichtigt jedoch die Veränderungen, die sich aus der Strukturbereinigung und dem Rückbau der Centralakten von 1917/18 bis 1939/31 ergeben haben. Er umfasst sämtliche Unterlagen, die bis zum Jahre 2003 abgeliefert wurden.

Die zentrale Überlieferung ist eindeutig in der Serie A 6, Centralkorrespondenz, zu finden. Hier werden die Unterlagen des Centralpräsidenten, des Centralquästors und des Centralaktuars aufbewahrt. Zudem ist auch das gedruckte Centralblatt unter D 3 zu konsultieren.

Zu beachten sind ferner die Unterlagen der gemeinsamen Institutionen der Aktiven und der Alt-Zofinger:
An sich werden die beiden Centralarchive selbständig nach Provenienz geführt. Es gibt aber gemeinsame Institutionen wie Centralkatalog und Centralarchiv, die Zofingerbibliothek und die Kommissionen, die sich mit der Vereinsgeschichte befassen. Weil der Inhalt dieser Unterlagen ganz überwiegend den Gesamtverein der Aktiven betrifft, ist deren Archiv die eigentliche sedes materiae. Dies betrifft in besonderem Masse die Serien A 8, A 9, A 10, B 4 und G 1.
Zur Strukturbereinigung
Meist vor 1925 waren Unterlagen der Sektionen ins Centralarchiv gelangt. Diese Archivsplitter sind an die betreffenden Sektionsarchive extradiert worden, was verschiedene Leerstellen im Archivplan erklärt (vgl. Seriengruppe E). Als Bestände nicht zentraler Provenienz sind die Serien E 5 (Freiburg) und E 12 (Aarau) übrig geblieben; diese sind zu klein für ein eigenes Depositum.

Die Unterlagen der Sektion Basel wurden im Juni 2006 aus dem PA 412 entfernt. Diese waren bisher unter E 8 verzeichnet und sollen nun in einem eigenständigen PA 1132 aufgestellt werden. Die Federführung für diese Neuaufstellung liegt beim Sektionsarchivaren.

So enthält die Abteilung E im wesentlichen noch alte lose Akten ungewisser Provenienz und die Belegexemplare von Statuten und Comment. Von diesen ist aber 1952 eine grössere Abgabe an die Zofingerbibliothek erfolgt unter Verkennung von deren Charakter als Amtsdruckschriften.

Aus dem Archivplan nicht ersichtlich ist die Extradition einzelner Aktenstücke aus diversen Rubriken. Dies betrifft vor allem die Sektion Chur/Raetia, deren loser Aktenbestand - dank einem Stempel klar fassbar - auf die verschiedensten Rubriken verteilt worden war, ferner die Zirkulare der Helvetia (A 11-1), die aber für das Centralarchiv blosse Doubletten darstellten. Die bisherigen Publikationen behandeln meist die Zeit vor 1914, so dass sich für die Verifizierung von Zitaten kaum Schwierigkeiten ergeben dürften.
Zum Rückbau der Centralakten
Paul Roth hatte die Akten der Centralausschüsse, sofern sie nicht gebunden waren, nach der Einlieferung des Archivs in Basel nach seinen Pertinenzvorstellungen aufgelöst in Allgemein sub A, Sektionen sub E, Spezialbetreffe wie Centralfest und Centraldiskussion sub C und die Akten zur Redaktion des Centralblatts sub D. Wegen Arbeitsüberlastung wurde diese Art der Archivierung schon bald nach 1931 aufgegeben.

Nun sind die Jahrgänge 1917/18 bis zum Anschluss an die erhalten gebliebenen Jahrgänge sub A 6-32 wieder hergestellt worden. Ein Centraljahr beginnt etwa im August und ist nach den Personen klar kenntlich. Roth hatte für die Abteilung E, Sektionen, ein einheitliches Schema gebildet, das jetzt noch intakt ist sub E 5, da die Sektion Freiburg des 19. Jahrhunderts vom Rückbau von vorneherein nicht betroffen war. Bei den zwischen 1917 und 1931 bestehenden Sektionen fallen jetzt im Archivplan weg die Rubriken Kommission, Mitglieder, Rechnungswesen. Deren Inhalt findet sich jetzt nach Jahren sub A 6-32. Was unter Kommission stand wurde kassiert, denn es findet sich im Centralblatt, dessen Register gerade für diese Jahre übersichtlich sind. Die Korrespondenz mit den Sektionen, von Roth unter Allgemeines und Einzelnes eingeordnet, steht nun ebenfalls in A 6-32 nach Jahren.
Bewertung und Kassation:Die Grundsätze für Kassationen sind in den Akten des Centralarchivars des Schweizerischen Zofingervereins festgehalten.
Ein grösserer, ungeordneter Bestand an Gruppenfotos der Sektionen (meist zwischen 1860 und 1920) wurde zum grössten Teil an die Museumssammlung des Vereins im Museum der Stadt Zofingen übergeben, zum kleineren Teil an die jeweiligen Sektionsarchive.

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Depositum
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
Findhilfsmittel:Zur Benützung des vorliegenden Bestandes vgl. den Zentralkatalog.

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Revisionsdatum:11/19/2013
Aufnahmedatum:5/11/2001
 

Containers

Number:1
 

Usage

End of term of protection:12/31/2049
Permission required:Gemäss Archivgesetz BS
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

URL for this unit of description

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=126968
 

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