PA 1059 Älteste Allgemeine Witwen- und Waisenkasse von 1788, Basler Witwen- und Waisenkasse, Witwen- und Waisenkasse vormals der Handlungsdiener in Basel, Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse, 1942-2000 (Bestand)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Signatur:PA 1059
Titel:Älteste Allgemeine Witwen- und Waisenkasse von 1788, Basler Witwen- und Waisenkasse, Witwen- und Waisenkasse vormals der Handlungsdiener in Basel, Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse
Entstehungszeitraum:1942 - 2000
Verzeichnungsstufe:Bestand
Laufmeter:0,10
 

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Link): Suter Benedikt (Basel)
Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben:Die vier Witwen- und Waisenkassen Älteste Witwen- und Waisenkasse von 1788, Basler Witwen- und Waisenkasse von 1845, Witwen- und Waisenkasse vormals der Handlungsdiener Basel (gegründet 1795) und Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse der Stadt Basel (gegründet 1795) führen seit 1984 gemeinsame Vorstandssitzungen und Generalversammlungen durch. Die drei erstgenannten schon seit 1977. Die drei übernahmen 1978 identische Statuten. 1984 stiess organisatorisch die Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse der Stadt Basel zu den drei anderen, sie passte 1990 ihre Statuten an.

Die erste solche Kasse wurde in den 1770er Jahren mit der Prediger Witwen- und Waisenkasse gegründet. Die Kassen sind Sozialfürsoge-Einrichtungen, die aus christlicher Gesinnung entstanden und auf Gesinnungsverwandte und Berufsgruppen bezogen waren.
Die Freiwillige bürgerliche Witwen- und Waisenkasse wurde 1795 gegründet. Ihr Fonds betrug 1840 124'000 Franken und sie besass 189 Mitglieder, welche mit 36 Franken in die Kasse eintraten und eine Jahresgebühr von 16 Franken entrichteten.
Die Witwen- und Waisenkasse der Handlungsdiener (d.h. Angestellte, wie Commis, Fertiger, Dessinateure, Magaziner, Zettlermeister etc. der Seidenband- und Seidenstofffabrikation) entstand 1849.
Zweck der Kassen war es, Witwen und Waisen der Mitglieder ein jährliches Gehalt auszurichten. Es handelte sich nicht um eine "Armenkasse", welche Almosen verteilt, vielmehr sollte die spätere Rente als "Ausbeute einer gemeinsamen Unternehmung" gesehen werden. Die Statuten regelten die Bedingungen der Aufnahme in die Kasse und der Auszahlung eines Betrags. Hauptziel war der Eintritt bei Heirat, der Mann musste unter 45 Jahren sein (in der Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse der Stadt Basel wurde das Alter auf 36 Jahre festgelegt). War er über 30 Jahre alt, musste er ¿Nachzahlen'. Eine Rente wurde nur ausbezahlt, wenn der Ehemann eine bestimmte Dauer von Jahren bei der Kasse einbezahlt hatte. Die Kassen alimentierten sich neben der Mitgliederbeiträge auch durch Legate und Geschenke, und die Gelder wurden angelegt, um sie zu vermehren.
1949 meldete die Witwen- und Waisenkasse der Handlungsdiener in Basel anlässlich ihres 100jährigen Bestehens, dass die zwischen 1929 und 1949 gestorbenen 49 Witwen knapp 260'000 Franken erhalten hatten, im Durchschnitt 5'252 Franken. Ihre Ehegatten hatten gut 43'000 Franken einbezahlt. 1949 zahlte die Kasse über 800'000 Franken Witwengehälter aus, die Beiträge der Mitglieder betrugen 262'000 Franken. Die grössten Einnahmen sind auf der Seite der Zinsen auszumachen, sie betrugen 740'000 Franken. Das Vermögen betrug 290'000 Franken.
Für das Jahr 2001 wurden folgende Mitgliederbeiträge festgelegt: Älteste: 30 Franken, Basler: 10 Franken, Handlungsdiener 20 Franken, Freiwillige: 50 Franken.
Die Witwengelder beliefen sich für das Jahr 2001 auf: Älteste: 1'700 Franken, Basler: 450 Franken, Handlungsdiener 1'100 Franken, Freiwillige: 2'500 Franken.
Zugänge:1 - 2002/87 Suter Benedikt (Basel) (1922 (ca.) - 2000 (ca.))
Bestandsgeschichte:Die Unterlagen wurden 2002 von B. Suter, seit 2000 Vorsteher der Vorstände der Kassen, abgeliefert. Sie bilden die Fortsetzung zu den vier Privatarchiven 536, 693, 919 und 920, da die vier Kassen organisatorisch zusammengelegt sind und über die identlischen Statuten verfügen.
 

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Vorhanden sind lediglich Statuten und Protokolle.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Depositum
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
 

Sachverwandte Unterlagen:

Verwandtes Material:Dokumentensammlungen im WWZ/SWA zu den genannten und anderen Witwen- und Waisenkassen.
Veröffentlichungen:200jähriges Bestehen der "Freiwilligen Prediger-Witwen- und Waisenkasse zu Basel": 1777-1977, Basel 1977.
Die Gründung der Witwen- und Waisenkasse der Handlungsdiener in Basel 1849, Paul Koelner, Basel 1949.
Gedenkschrift zum 150jährigen Bestehen der Freiwilligen bürgerlichen Witwen- und Waisenkasse der Stadt Basel (gegr. am 22.11.1795), Jakob Jent-Schmidlin, Basel 1945.
Einige Bemerkungen über den Stand der freiwilligen bürgerlichen Wittwen- und Waisenkasse der Stadt Basel, Basel 1863.
Einige Worte gesprochen aus Anlass der fünfzigjährigen Stiftungsfeier der freiwilligen allgemeinen Witwen- und Waisenkasse hiesiger und auswärtiger Bürger von deren Vorsteher J. G. Lindenmeyer, (Älteste allgemeine Witwen- und Waisenkasse von 1788), Basel 1838.
 

Anmerkungen:

Anmerkungen:Die Älteste Allgmeine Witwern- und Waisenkasse hiess früher Witwen- und Waisenkasse der Schirmverwandten
Die Basler Witwern- und Waisenkasse hiess von 1845 bis 1890 Arbeiter- Witwen- und Waisenkasse
 

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Aufnahmedatum:18.09.2002
 

Deskriptoren

Einträge:  Älteste Allgemeine Witwen- und Waisenkasse von 1788 (Personenbegriffe\A)
  Basler Witwen- und Waisenkasse (Personenbegriffe\B)
  Witwen- und Waisenkasse vormals der Handlungsdiener in Basel (Personenbegriffe\)
  Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse (Personenbegriffe\)
 

Behältnisse

Anzahl:1
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:Verwandte VE in scopeArchiv:
PA 919 Basler Witwen- und Waisenkasse von 1845 [Fortsetzung siehe PA 1059], 1845-1987 (Bestand)

Verwandte VE in scopeArchiv:
PA 920 Witwen- und Waisenkasse vormals der Handlungsdiener in Basel [Fortsetzung siehe PA 1059], 1849-1987 (Bestand)

Nachfolger von:
PA 536 Freiwillige Bürgerliche Witwen- und Waisenkasse \ [Fortsetzung siehe PA 1059], 1772-1987 (Fonds)

Nachfolger von:
PA 693 Älteste Allgemeine Witwen- und Waisenkasse von 1788 [Fortsetzung siehe PA 1059], 1788-1987 (Fonds)
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.2030
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=200025
 
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