PA 1074 Archiv der Familie Heusler, 1813-2002 (Fonds)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Signatur:PA 1074
Titel:Archiv der Familie Heusler
Entstehungszeitraum:1813 - 2002
Verzeichnungsstufe:Fonds
 

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Text):Familie Heusler
Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben:Die Schreibweise "Heusler" setzte sich erst im 18. Jahrhundert durch, weshalb auch die Bezeichnungen "Hüsler", "Hisler" oder "Heussler" auftauchen. Ein Zweig der Familie hat ausserdem die Schreibweise "Heussler" beibehalten.

Die erste urkundliche Erwähnung der Familie Heusler, die vermutlich aus dem süddeutschen Raum zugewandert ist, stammt aus den Jahren 1364-1370 in der Person des in Kleinbasel wohnenden Heinrich Hüsler. 1424 sind Aufnahmen von Angehörigen der Familie Heusler in das Bürgerrecht des Minderen Basel (Kleinbasel) nachgewiesen.
Im 15. und 16. Jahrhundert wohnten die Heusler vor allem im Kleinbasel, doch durch die Aufnahme der Papierfabrikation im St. Albantal durch Fridli Heusler-Helg (1477-) 1519 waren auch dort vermehrt Heusler wohnhaft.
Vom 16. bis 18. Jahrhundert übte ein Grossteil der Heusler handwerkliche Berufe aus (Schleifer, Schmiede, Schneider, Lismer, Bleicher, Juweliere). Der am häufigsten ergriffene Beruf der Heusler war aber der des Papierers. Die Heusler stellten in ihren Fabriken von 1519 bis 1860 Papier her und nahmen in Basel eine beherrschende, auf dem europäischen Markt eine bedeutende Stellung ein.
Seit Beginn des 18. Jahrhunderts gab es unter den Heuslern auch Strumpf- und Baumwollfabrikanten, bereits seit dem 17. Jahrhundert Kaufleute und Handelsherren.
Erst im 19. Jahrhundert tauchen die akademischen Berufe in den Reihen der Heuslers auf. Prominenteste Vertreter dieser Zunft waren der Jurist, Ratsherr und Rechtshistoriker Professor Andreas (I) Heusler-Ryhiner (1802-1868) und dessen Sohn Professor Andreas (II) Heusler-Sarasin (1834-1921), ebenfalls Jurist, der dank seiner musikalischen Interessen Mitbegründer der Basler Liedertafel und Präsident des Basler Gesangsvereins war.
Der Kaufmann Theodor Heusler (1696-1757) war der Begründer der deutschen Linie der Familie Heusler. Er gab sein Basler Bürgerrecht auf und wurde 1727 als Bürger der Stadt Frankfurt aufgenommen. Seine Arbeit als Bergkommissar für die Schmelzhütte Dillenburg führte schliesslich dazu, dass seine Nachkommen 1827 die sogenannte Isabellenhütte kauften.

Weitere familiengeschichtliche Angaben sind im genealogischen Material zusammengestellt von Dr. Karl Heusler-Vest zu finden, darunter die Chronik der Familie Heusler 1364-1990, der Stammbaum der Familie Heusler sowie die Kartei zum Stammbaum (Bibliothek des Staatsarchivs: Signatur Hq 192). Es handelt sich dabei nicht um Veröffentlichungen.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Eigentum des Staatsarchivs Basel-Stadt.
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
 

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Aufnahmedatum:18.12.2002
 

Deskriptoren

Einträge:  Heusler (Familie) (Personenbegriffe\)
 

Verwandte Verzeichnungseinheiten

Verwandte Verzeichnungseinheiten:siehe auch:
PA 142 Akten betr. die Familie Heusler, Bischoff, Siegrist, 18. Jh.-1860 (Bestand)

siehe auch:
PA 188 Nachlass von Daniel Heusler-Iselin (1800-1881), 1765-1857 (Bestand)

siehe auch:
PA 189 Nachlass von Wilhelm Heusler - Von der Mühll (1837-1904), 1862-1904 (Bestand)

siehe auch:
PA 248 Testamente, Erbvergleiche, Inventare, Teilbücher betr. die Familien Iselin, Miville, Heusler, Burckhardt, Socin. Photoalbum verschiedener Städte und Kirchen aus dem Elsass, 1795-1863 (Bestand)

siehe auch:
PA 328 Nachlass Andreas Heusler-Ryhiner (1802 - 1868), 1815-1927 (Bestand)

siehe auch:
PA 329 Nachlass Andreas Heusler-Sarasin (1834 - 1921) , 14. Jh.-1921 (Bestand)

siehe auch:
PA 418 Akten der Familien Gyssler und Heusler, 1706-1899 (Bestand)

siehe auch:
PA 522 Akten aus dem Besitz der Schwestern Julie (1856 - 1940) und Anna Katharina (1872 - 1958) Heusler (de Daniel) in Riehen, 1662-1944 (Bestand)

siehe auch:
PA 720 Heuslerisches, später Bischoff'sches Rebgut in Weil am Rhein, 1587-1798 (Bestand)

siehe auch:
PA 728 Jungfrau Susanna Heusler (1745-1824), 1824 (Bestand)
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.2032
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=204028
 
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