PA 1098a Archiv der Familie Tschudi, 1870-2017 (Bestand)

Archive plan context


Identifikation:

Signatur:PA 1098a
Titel:Archiv der Familie Tschudi
Entstehungszeitraum:1870 - 2017
Verzeichnungsstufe:Bestand
Laufmeter:14.10

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Link): Tschudi Hans Martin (Riehen)
Aktenbildner/Provenienz (Text):Tschudi Familie
Bestandsgeschichte:Zugänge (1) und (2):
Der Tod von Alt-Bundesrat Hans Peter Tschudi (1913-2002) wurde innerhalb der Familie Tschudi zum Anlass genommen, sich Gedanken zu machen, was mit den vielen noch vorhandenen Familienunterlagen geschehen soll. Schliesslich wurde mit dem Staatsarchiv eine Übereinkunft getroffen, ein Familienarchiv Tschudi einzurichten. Daraufhin wurden die Unterlagen 2003 und 2004 dem Staatsarchiv abgeliefert. Der Nachlass von Hans Peter Tschudi (Zugang (2)) wurde aus betriebstechnischen Gründen zu einem späteren Zeitpunkt erschlossen als Zugang (1). Ein weiterer Teil des Nachlasses wird im Bundesarchiv in Bern aufbewahrt.

Die bei der Übernahme vorhandene Ordnung nach Familienmitgliedern wurde übernommen. Das Material wurde anschliessend innerhalb der einzelnen Personenserien sinnvoll nach den Standards des Staatsarchivs strukturiert.

Zugang (3): Die Ablieferungen enthalten vorwiegend Unterlagen von Felix und Gertrud Tschudi-Grünig und wurden Ende 2008 erschlossen.

Zugang (4): Dieser wurde dem Staatsarchiv im Januar 2011 übergeben; darin gelangten weitere Unterlagen aus dem Nachlass des am 3.6.2010 verstorbenen Felix Tschudi-Grünig ins Familienarchiv.

Zugang (5): Im Januar 2015 übergab Prof.Dr.med. Peter Tschudi-Steinmann einen ersten Teil seiner persönlichen Unterlagen. Die von Tschudi erstellte Ordnungsstruktur wurde bei der Erschliessung weitestgehend unverändert übernommen.

Zugang (6): Im Februar 2015 übergab Hans Martin Tschudi dem Staatsarchiv seine Unterlagen zu seiner politischen Tätigkeit. Sie wurden im Sommer 2016 erschlossen.

Zugang (7): Im August 2017 übergab Prof.Dr.med. Peter Tschudi-Steinmann den zweiten Teil seiner persönlichen Unterlagen. Die von Tschudi erstellte Ordnungsstruktur wurde bei der Erschliessung weitestgehend unverändert übernommen.

Zugang (8): Im Frühjahr 2020 übergab Hans Martin Tschudi dem Staatsarchiv und dem Historischen Museum Basel (HMB) diverse Archivalien und Objekte seiner Familie, vorwiegend aus dem Nachlass von Bundesrat Hans Peter Tschudi und seiner Gattin Irma Tschudi-Steiner. Die Objekte der Familie wurden vom Historischen Museum übernommen, während die Archivalien, Fotos und audiovisuellen Medien vom Archiv übernommen wurden. Die Erschliessung erfolgte im Sommer 2020.
Zugänge:1 - 2004/00001 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1880 (ca.)-2002 (ca.))
2 - 2004/00001 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1880 (ca.)-2002 (ca.))
2 - 2003/00001 Tschudi Hans Martin (Riehen) (keine Angabe)
3 - 2007/00055 Tschudi Hans Martin (Riehen) (keine Angabe)
3 - 2008/00077 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1921-2008)
4 - 2011/00001 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1932-2010)
5 - 2015/00016 Tschudi-Steinmann Peter (Bottmingen) (1982-2015)
6 - 2015/00025 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1984-2015)
7 - 2017/00063 Tschudi-Steinmann Peter (Bottmingen) (1977-2017)
8 - 2020/00033 Tschudi Hans Martin (Riehen) (1904-2005)

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Zugang (1) und (2):
Die Unterlagen dokumentieren Leben und Wirken einzelner Familienmitglieder.
Ein Teil des Nachlasses von Hans Peter Tschudi befindet sich im Bundesarchiv in Bern.

Die Unterlagen betreffend Hans Peter Tschudi (D 1) sind umfangreich. Am ausgiebigsten sind die Schriften, Vorträge, Ansprachen, allgemeine Unterlagen unter D 1-5. Sie dokumentieren die Schwerpunkte von Hans Peter Tschudis Politik (AHV, Sozialversicherungen, Sozialstaat etc.). Von Interesse dürften auch die gesammelten Zeitungs- und Zeitschriftenartikel über Hans Peter Tschudi unter D 1-8 sein. Sie geben einen Einblick, wie er als Person und als Politiker von den Medien wahrgenommen wurde.

Bemerkenswert sind die Unterlagen von Irma Tschudi-Steiner (PA 1098a D 2), die sich als erste Frau an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Basel habilitiert hatte. Die Vorlesungsunterlagen (siehe PA 1098a D 2-3-2) sind zwar nicht lückenlos vorhanden, trotzdem geben sie einen guten Einblick in die Lehrtätigkeit von Irma Tschudi-Steiner. Ihre Vorträge und Aufsätze unter PA 1098a D 2-5-2 dokumentieren u. a. ihr Spezialgebiet Nebenwirkungen von Medikamenten. Es ist möglich und auch wahrscheinlich, dass sich unter PA 1098a D 2-5-2 Vorlesungsunterlagen befinden, da diese nicht immer eindeutig identifizierbar sind. Sowohl PA 1098a D 2-3-2 als auch PA 1098 a D 2-5-2 bestehen vornehmlich aus Typoskripten.

Zugang (3):
Die Unterlagen von Felix Tschudi dokumentieren seine Tätigkeit als Pfarrer. Felix Tschudi war der erste Industriepfarrer in Basel. In der Serie E sind vor allem seine Predigten und Publikationen vorhanden.

Zugang (4):
Die Unterlagen aus dem Nachlass von Felix Tschudi bestehen einerseits aus weiteren beruflichen Materialien und beinhalten Predigten, ein Journal zu den von ihm abgehaltenen Gottesdiensten und eine Dokumentation zu seiner Pfarrtätigkeit, die mit "Weg im Beruf" überschrieben ist. Andererseits bestehen diese aus einer umfangreichen Sammlung von Notizen, Zitaten, Aphorismen und Presseartikeln zu unterschiedlichen Themen sowie aus Vortragsunterlagen. Im Rahmen der Erschliessung wurde die vorhandene Ordnung dieser thematischen Sammlungen beibehalten.

Zugang (5):
Die Unterlagen von Peter Tschudi-Steinmann enthalten zunächst eine chronologische, von Tschudi selbst detailliert verzeichnete Sammlung seiner zwischen 1982 und 2015 gehaltenen Vorträge. Ferner beschlägt der Zugang die Praxis Hammer, die erste Professur für klinische Hausarztmedizin der Schweiz inklusive Vorlesungen sowie Tschudis Engagement im Projekt Momo des UKBB, im Verein Sanierungshilfe Basel-Stadt und bei der Organisation des Wonca Europe-Kongresses 2009 in Basel. Die von Tschudi erstellte Ordnungsstruktur wurde weitestgehend unverändert übernommen.

Zugang (6):
Die Unterlagen zur politischen Tätigkeit von Regierungsrat Hans Martin Tschudi enthalten im Wesentlichen seine diversen Reden zwischen 1994 und 2015 sowie Unterlagen zu den Wahlkämpfen 1994, 1996, 2000, und 2004.

Zugang (7):
Teil 2 der persönlichen Unterlagen von Peter Tschudi beschlagen die Themen Drogenproblematik, Fixerstübli und Gassenzimmer, HIV und AIDS, den Aufbau des Instituts für Hausartzmedizin der Universität Basel, die Organisation des SwissFamilyDocs Kongress 2011 in Basel und besonders Tschudis Engagement für die Volksinitiative JA zur Hausarztmedizin bzw. den Gegenvorschlag JA zur medizinischen Grundversorgung.

Zugang (8):
Dieser Zugang enthält hauptsächlich Unterlagen von Hans Peter Tschudi und Irma Tschudi-Steiner. Sie betreffen sowohl den privaten wie auch den öffentlichen Bereich und umfassen Ausweise, Diplome, audiovisuelles Material und Fotos. Daneben enthält dieser Zugang noch Fotoalben von Gertrud Tschudi-Grünig sowie einige wenige Unterlagen von Robert Tschudi.
Bewertung und Kassation:Zugang (1) und (2): Es wurden einige Doubletten sowie Unterlagen, die nicht aus der Provenienz der Familie Tschudi stammen, kassiert.

Zugang (3): Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Zugang (4): Die Folien aus der Vortragstätigkeit von Felix Tschudi auf Papier kopiert und die Originale dann kassiert.

Zugang (5): Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Zugang (6): Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Zugang (7): Es wurden keine Kassationen vorgenommen.

Zugang (8): Kassiert wurden neben einigen Doubletten diverses audiovisuelles Material ohne direkten Bezug zu Hans Peter Tschudi sowie kommerzielle Kleinbildserien für die religiöse Unterweisung aus Felix Tschudis beruflichem Umfeld als Pfarrer.

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Depositum
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Revisionsdatum:9/15/2020
Aufnahmedatum:12/8/2004
 

Containers

Number:7
 

Related units of description

Related units of description:siehe auch:
PA 754 Prof. Dr. Hans Peter Tschudi (1913-2002), Vorsteher des Departementes des Innern, Ständerat, 1953-1960 (Bestand)
 

Usage

End of term of protection:12/31/2047
Permission required:Gemäss Archivgesetz BS
Physical Usability:uneingeschränkt
Accessibility:Oeffentlich
 

URL for this unit of description

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=268698
 

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