PA 901 Archiv der Familie Strub, Riehen, 1806 (ca.)-2010 (Fonds)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Signatur:PA 901
Titel:Archiv der Familie Strub, Riehen
Entstehungszeitraum:ca. 1806 - 2010
Verzeichnungsstufe:Fonds
 

Kontext:

Aktenbildner/Provenienz (Link): Strub Heinrich (Basel)
Aktenbildner/Provenienz (Text):Familie Strub
Verwaltungsgeschichte/Biografische Angaben:Die Ursprünge der Familie Strub liegen im Kanton Basel-Landschaft, insbesondere in Läufelfingen, Tenniken und Diegten, wo die Familie schon im Spätmittelalter nachgewiesen ist.

Das vorliegende Archiv dokumentiert die Familie des ehemaligen Gewerbeinspektors Walter Strub- Saxer (1882-1938), der 1882 in Riehen als Sohn eines Lehrers zur Welt gekommen ist. Strub war Assistent an der Basler Meteorologischen Anstalt, bevor er 1910 die Stelle des Chefs des Gewerbeinspekorats antrat, die er bis zu seinem plötzlichen Tode 1938 innehatte. Zeitlebens befasste sich Walter Strub mit Fragen des Arbeiterschutzes und der Sozialfürsorge. Aus seiner Feder stammt das erste Arbeitszeitgesetz der Schweiz. Strub gehörte dem Bankrat der Basler Kantonalbank, der Rheinschifffahrtskommission, seit 1923 dem Verwaltungsrat der Mustermesse und seit 1926 der Gewerbeschulkommission an. Daneben verfasste er weiterhin Wetterberichte für die Nationalzeitung. Von 1914 bis 1923 gehörte er für die Sozialdemokratische Partei dem Grossen Rat an, 1921 wechselte er zur neugegründeten Kommunistischen Partei, für die er 1938 abermals in den Grossen Rat gewählt wurde.

Das Wohnhaus der Familie Strub in Riehen diente zahlreichen deutschen Flüchtlingen 1933/34 als erste Anlaufstation in Basel. So wohnte der Schriftsekller Friedrich Wolf mit seiner Familie 1933 einige Tage bei den Strubs, bevor er nach Frankreich weiterreiste.

Zu öffentlicher Bekanntheit brachte es auch sein Sohn Heinrich genannt Heiri Strub-Arnold, geboren 1916. Heiri Strub hatte Schriftsetzer gelernt, bildete sich dann aber an der Gewerbeschule zum Graphiker und Maler aus. Ab 1945 arbeitete Heiri Strub als freischaffender Künstler. Bekannt wurde er durch seine Tierzeichnungen für den Basler Zolli, ferner durch seine zahlreichen Buch- und Zeitungsillustrationen. Zudem schrieb und zeichnete er Kinderbücher. Aus Anlass der Machtergreifung Hitlers schloss sich Heiri Strub dem Kommunistischen Jugendverband an und gehörte 1944 zu den Mitbegründern der Partei der Arbeit. Von 1957 bis 1971 lebte Strub mit seiner Familie als freischaffender Künstler in der DDR. Nach seiner Rückkehr war er von 1971 bis 1981 Lokalredaktor beim "Vorwärts". Er vestarb am 22. April 2014 in Basel.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Rechtsstatus:Eigentum des Staatsarchivs Basel-Stadt
Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
 

Sachverwandte Unterlagen:

Veröffentlichungen:Lanfranchi Corina: Unbeirrt. Heiri Strub - Ein Leben zwischen Kunst und Politik. Basel 2008

Strub Heiri: Die Geschichte von der Geschichte vom Walross und den Veilchen. In: Baselbieter Heimatbblätter 69. Jg. Juli 2004, S. 41-67. (darin: Werkverzeichnis)

Monteil Annemarie: Heiri Strub: 80 Jahre Intensität. In: z´Rieche. Jahrbuch. Riehen 1995

Gantner-Schlee Hildegard: Heiri Strub - Graphiker und Maler. In: Jürg Tauber (Hg.): "Keine Kopie an niemand". Liestal 1997, S. 107ff.
 

Kontrolle:

Erschliessungsgrad:Detailliert
Aufnahmedatum:21.12.2009
Revisionsdatum:17.06.2014
 

Deskriptoren

Einträge:  Strub (Familie) (Personenbegriffe\S)
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.2040
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=90333
 
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