NHA Neues Hauptarchiv (neue Systematik), 2009 (ca.)- (Abteilung)

Archivplan-Kontext

 

Identifikation:

Titel:Neues Hauptarchiv (neue Systematik)
Verzeichnungsstufe:Abteilung
Entstehungszeitraum:ab ca. 2009
Erschliessungsgrad:Detailliert
 

Kontext:

Bestandsgeschichte:Die Abteilung Neues Hauptarchiv (neue Systematik) wurde 2016 gebildet. Wie das Neuere Hauptarchiv (alte Systematik) folgt das Neue Hauptarchiv dem Provenienzprinzip, in welchem die staatlichen Verwaltungseinheiten die primären Gliederungselemente darstellen. Jede Provenienzstelle (jeder Aktenbildner) entspricht innerhalb der Abteilung einem Fonds, unter welchem die einzelnen Bestände verzeichnet werden.

Im Gegensatz zum Neueren Hauptarchiv (alte Systematik) wird jedoch auf die übergeordnete, signaturgebende Strukturierung nach Departement gänzlich verzichtet. Die Fonds werden in einer flachen Gliederung unter einer einheitlichen Abteilungssignatur NHA + Laufnummer dargestellt. Dabei wird die Laufnummer nicht auf Vorrat vergeben, sondern aufgrund der laufenden Erschliessungstätigkeit.

Damit der unmittelbare Verwaltungskontext, insbesondere die Departementszugehörigkeit, für den Benutzer weiterhin erkennbar bleibt, werden die Aktenbildnerinformationen in strukturierter und standardisierter Form gemäss der internationalen Norm ISAAR(CPF) beschrieben; siehe dazu das Handbuch "Normdaten über Provenienzstellen nach ISAAR(CPF) 2004 im Staatsarchiv Basel-Stadt" (zu finden auf der Website des Staatsarchivs unter Über uns > Engagements > Konzepte > Konzept Normdaten ISAAR(CPF) Erschliessung). Dabei werden die obligatorischen Beschreibungselemente in einem speziellen Formular erfasst, das über den Viewer im Feld "Aktenbildner/Provenienz (Link)" angezeigt wird. Die fakultativen beschreibenden Elemente werden auf der Verzeichnungsstufe Fonds im Abschnitt "Verwaltungsgeschichte" dargestellt. Die Departementszugehörigkeit kann dem Feld "Organisationszugehörigkeit" entnommen werden; dieses Feld steht zudem auch in der Feldsuche zur Verfügung.

Auslösendes Moment für diese Neugliederung war die umfassende Regierungs- und Verwaltungsreorganisation RV09, durch welche die öffentliche Verwaltung des Kantons Basel-Stadt per 1. Januar bzw. 4. Februar 2009 grundlegende Veränderungen erfuhr. Mit dem Präsidialdepartement wurde ein neues Departement geschaffen, während das Justizdepartement aufgelöst wurde; hinzu kamen unzählige verwaltungsinterne Verschiebungen von Dienststellen, Abteilungen und einzelnen Aufgaben sowie verschiedene Umbenennungen von Departementen, Dienststellen und Abteilungen. Diese Entwicklung liess sich nicht mehr in der bestehenden Struktur des Neueren Hauptarchivs (alte Systematik) abbilden. Mit der Abteilung Neues Hauptarchiv (neue Systematik) lassen sich künftige organisatorische und strukturelle Verschiebungen innerhalb der Verwaltung ohne tiefgreifende Eingriffe in die Grundtektonik auffangen.
 

Inhalt und innere Ordnung:

Form und Inhalt:Die Abteilung umfasst die Unterlagen der staatlichen Organe ab ca. 2009, d.h. ab Umsetzung der Verwaltungsreorganisation RV09. Eine klare zeitliche Grenze lässt sich allerdings nicht ziehen; diese hängt unter anderem auch von der jeweiligen Ablagesituation beim Aktenbildner ab (getrennte Alt-Ablagen oder Integration in neuem Registraturplan).

Soweit es die konservatorischen Anforderungen erlauben, enthält sie alle Informationsträger von reinen Papierakten über Karteien, Pläne, Drucksachen, Bild- und Tondokumenten bis hin zu elektronischen Aufzeichnungen. Eine Ausnahme bilden die Protokolle des Regierungsrates, die Protokolle des Grossen Rates sowie die Staatsverträge und Staatlichen Vereinbarungen; diese werden aus Kontinuitätsgründen nach wie vor in die betreffenden Bestände RR-REG 1a (Protokolle des Regierungsrates), GR-REG 1a (Protokolle des Grossen Rates), RR-REG 3a (Staatsverträge) und RR-REG 3b (Staatliche Vereinbarungen) im Neueren Hauptarchiv (alte Systematik) integriert.

Im Gegensatz zum sachsystematisch strukturierten Älteren Hauptarchiv folgt das Neue Hauptarchiv (neue Systematik) genauso wie das Neuere Hauptarchiv (alte Systematik) dem Provenienzprinzip, in welchem die staatlichen Verwaltungseinheiten die primären Gliederungselemente darstellen. Jede Provenienzstelle (jeder Aktenbildner) entspricht innerhalb der Abteilung einem Fonds, unter welchem die einzelnen Bestände verzeichnet werden. Dieses System hat den entscheidenden Vorteil, dass organisch innerhalb einer staatlichen Verwaltungsstelle gewachsene Akten auch im Archiv beisammen bleiben und nicht nachträglich aufgrund subjektiver Kriterien auseinandergerissen werden; der Entstehungskontext der einzelnen Aktengruppen bleibt somit auch im passiven Lebenszyklus erhalten.

Für die Benutzung des Neuen Hauptarchivs sind deshalb minimale Kenntnisse der Struktur und Entwicklung der kantonalen Verwaltung Basel-Stadt von Vorteil. Vor jeder Recherche ist zu überlegen, bei welcher Dienststelle (Aktenbildner) Unterlagen zu einem bestimmten Sachgebiet entstanden sein könnten. Als besonders hilfreich erweisen sich dabei: Der Staatskalender und die Verwaltungsberichte (in der Drucksachensammlung unter DS BS 7 und DS BS 8), dann der Bericht des Regierungsrates vom 22. Januar 2007 zur Verwaltungsreorganisation (DS BS 10) und der Ratschlag betreffend Anpassung von Gesetzen für die neue Regierungs- und Verwaltungsorganisation vom 12. September 2008 (Ratschlag 08.1209.01 in DS BS 9) sowie die synoptischen Darstellungen in "Basel – Geschichte einer städtischen Gesellschaft" (Basel 2000) und in "Das Politische System Basel-Stadt: Geschichte, Strukturen, Institutionen, Politikbereiche" (Basel/Frankfurt a.M. 1984).
Ordnung und Klassifikation:Jeder Aktenbildner bzw. jede identifizierbare Provenienzstelle bildet innerhalb der Abteilung Neues Hauptarchiv (neue Systematik) einen Fonds. Auf der Signaturebene wird ein Fonds durch der auf NHA folgenden Laufnummer unterschieden (NHA 1). Auf der Verzeichnungsstufe Fonds sind die allgemeinen Informationen zum Aktenbildner wie etwa die Verwaltungsgeschichte zu finden. Diese werden in strukturierter und standardisierter Form gemäss der internationalen Norm ISAAR(CPF) beschrieben (siehe dazu das Handbuch "Normdaten über Provenienzstellen nach ISAAR(CPF) 2004 im Staatsarchiv Basel-Stadt" unter www.staatsarchiv.bs./XXXXXX). Dabei werden die obligatorischen Beschreibungselemente in einem speziellen Formular erfasst, das über den Viewer im Feld "Aktenbildner/Provenienz (Link)" angezeigt wird. Die fakultativen beschreibenden Elemente werden im Abschnitt "Verwaltungsgeschichte" dargestellt. Die Departementszugehörigkeit kann dem Feld "Organisationszugehörigkeit" entnommen werden; dieses Feld steht zudem auch in der Feldsuche zur Verfügung.

Ein Fonds besteht aus einem oder mehreren Beständen, die beim jeweiligen Aktenbildner entstanden sind. Auf der Signaturebene werden die Bestände alphanumerisch durch einen Kleinbuchstaben unterschieden (NHA 1a).

Ein Bestand kann aus mehreren Zugängen bestehen. Ein Zugang entsteht aus einer Bearbeitungseinheit (in der Regel: eine Ablieferung), die aufgrund ihrer Gleichartigkeit von Ordnungsstruktur und Inhalt in einem Bestand erfasst werden kann. Ein neuer Zugang muss sich dabei nicht zwingend auf alle Serien verteilen.
 

Zugangs- und Benutzungsbedingungen:

Zugangsbestimmungen:Es gelten die allgemeinen Benutzungsbestimmungen des Staatsarchivs Basel-Stadt.
 

Kontrolle:

Aufnahmedatum:22.04.2016
 

Benutzung

Schutzfristende:31.12.2039
Erforderliche Bewilligung:Gemäss Archivgesetz BS
Physische Benützbarkeit:uneingeschränkt
Zugänglichkeit:Oeffentlich
 

URL für diese Verz.-Einheit

URL:http://query.staatsarchiv.bs.ch/query/detail.aspx?ID=1259837
 
Startseite|Bestellkorbkeine Einträge|Anmelden|de fr it en
Online Archivkatalog des Staatsarchivs Basel-Stadt